Unterwassertest Sony DSC-WX1

Ich wollte mir schon lange einmal eine kleine Immerdabei-Kamera kaufen, da ich oft zu faul bin, die Spiegelreflex immer mit mir herumzuschleppen, oder, im Urlaub, dauernd aus dem UW-Gehäuse auszubauen. Meine Wahl fiel auf die Sony DSC-WX1. Da es für diese Kamera auch ein relativ günstiges Unterwassergehäuse gibt, habe ich mir dieses auch noch zugelegt und die Kombination dann im Diezer Baggersee ausprobiert. Hauptsächlich ging es mir darum, die Videofunktion der Kamera zu testen, ein paar Unterwasserfotos sind aber auch entstanden. Das Ergebnis, gerade in Bezug auf die Unterwasserfotos hat mich eigentlich erstaunt: Die Videos sind in meinen Augen brauchbar und die Fotos sind deutlich besser geworden als ich es eigentlich erwartet hatte. Allerdings merkt man bei den Fotos doch die deutlich schlechtere Belichtungssteuerung der Kompaktkameras im Vergleich zu einer Spiegelreflex. Wenn man etwas schwierigere Bedingungen hat, das heißt z. B. hellen Sand und ein dunkles Motiv, hat man immer auch überbelichtete Stellen im Bild.
Auch über Wasser kommt die Sony nicht an die Qualität der EOS 350D heran, die Fotos sind aber durchaus brauchbar.
Beim Rendern der Filme habe ich versucht, einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Videogröße zu finden. Die Originalvideos sind aber immer noch etwas besser, als das, was ihr hier auf der Seite sehen könnt. Die Kamera bietet auch einen Unterwassermodus, der aber für mein Empfinden zu stark die tatsächliche Farbe des Wassers entfernt. Ich habe daher lieber im normalen Modus gefilmt. Ich habe die Videos leicht nachbearbeitet, indem ich etwas Grün herausgenommen und etwas Rot hinzugefügt habe. Ich habe wirklich wenig geändert, nur so viel, dass es meiner Erinnerung an die tatsächlichen Farben ohne zusätzliche Beleuchtung entspricht. In Tiefen über 5 m ist beim Filmen mit der DSC-WX1 meiner Meinung nach mehr Grün vorhanden, als das menschliche Auge es wahrnimmt. Aber die nachträgliche Korrektur ist mit dem geeigneten Programm wirklich extrem einfach. Ich benutze dazu „Sony Vegas Movie Studio Platinum 9.0“.
Der Ton, der beim Filmen aufgenommen wird, ist meiner Meinung nach unbrauchbar, da das Scharfstellen der Kamera und das Zoomen viel zu deutlich vernehmbar sind.
Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der kleinen DSC-WX1. Die Fotos entsprechen von der Qualität nicht denen einer Spiegelreflex, dafür paßt sie aber bequem in die Hosentasche. Und solange ich noch keine Spiegelreflex mit Videofunktionalität besitze, werde ich sie bestimmt öfters mit unter Wasser nehmen, um den ein oder anderen kleinen Film zu erstellen.

Test Sony DSC-WX1 - Doebel.mp4

Test Sony DSC-WX1 - Barsch.mp4

Test Sony DSC-WX1 - VW Kaefer.mp4

Fotos:

Nachtrag Juli 2012: Nach zwei Tauchgängen mit dem Gehäuse lief aus unerfindlichen Gründen immer wieder Wasser ins Gehäuse. Ich habe es stets rechtzeitig gemerkt, bevor die Kamera Schaden erleiden konnte. Ich konnte das Gehäuse dann problemlos bei Amazon innerhalb der Garantiefrist zurückgeben, habe mich aber gegen ein neues entschieden. Auch die Kamera habe ich später wieder verkauft, da ich mich auf Dauer mit der Bildqualität im Vergleich zu einer Spiegelreflex doch nicht wirklich anfreunden konnte.

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