| Einbau
einer LED-Lampe in ein Blitzrohr |
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Zu
der Zeit, als ich mir meine digitale Fotoausrüstung zugelegt habe
(Canon EOS 300 D im UK-Germany Gehäuse), gab es noch keinen einzigen
Unterwasserblitz der E-TTL fähig war. Da ich nicht auf TTL verzichten
wollte, blieb also nur die Option, einen Canon Systemblitz im Blitzrohr
zu verwenden. Von den fotografischen Ergebnissen bin ich bisher mit
dieser Lösung auch sehr zufrieden. Um den Blitz auszurichten oder
bei wenig Licht dem Autofokus die Arbeit zu erleichtern, habe ich mit
Gummibändern eine Lampe (Underwater Kinetics D4) am Blitzrohr befestigt.
Auch eine gute Lösung mit der man eigentlich zufrieden sein konnte.
Allerdings hat mir die Lampe für Nachttauchgänge nie ausgereicht,
vor allen Dingen, weil sie den Lichtstrahl ziemlich eng fokussiert.
Das hieß also, für Nachttauchgänge wurde noch eine zusätzliche
Lampe mitgeführt. Wer schon einmal probiert hat, mit einer Spiegelreflex
und Blitz im Alu-Gehäuse in der einen Hand und einer großen
Lampe in der anderen, einen Tauchgang durchzuführen und dabei noch
die Kamera zu bedienen und zu tarieren, der weiß, was für
ein Krampf das ist. Es ist zwar machbar, aber richtig Spaß macht
es nicht. |
| 1) Bau des Stromstoßrelais | ||||
Den
original Schaltplan für das Stromstoßrelais findet Ihr auf
folgender Webseite: www.atx-netzteil.de.
Ich habe den Schaltplan etwas abgeändert. Die Schaltung mußte
auf drei Ausgänge angepaßt werden. Außerdem reicht
der Strom an den Ausgängen des Stromstoßrelais nicht, um
die LED´s direkt zu betreiben. Ich mußte daher zusätzliche
Relais vorsehen. Dort, wo in den Schaltplänen die Leuchtdioden
mit ihren Vorwiderständen eingezeichnet sind, habe ich als Relais
Optokoppler verbaut (PVAZ172N, erhältlich z. B. bei Conrad). Als
Vorwiderstände für die LED-Seite der Optokoppler dienen 180
Ohm Widerstände. Die Optokoppler sind für einen Strom von
maximal 1 Ampere ausgelegt. Der Taster S1 im Originalschaltplan wird durch einen Reedkontakt ersetzt (ebenfalls bei Conrad erhältlich). Als Stromquelle dienen mir 4 Mignon Akkus (je 2100 mA) in Reihenschaltung. Ich denke, die Schaltung auf der genannten Webseite ist für jeden, der mit einem Lötkolben umgehen kann, problemlos nachzuvollziehen und nachzubauen. |
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Wie man an den Bildern sieht, bin ich auch kein Held am Lötkolben. Aber egal, Hauptsache das Ding funktioniert. Ich habe später die Rückseite noch mit Heißkleber vergossen, um Stabilität und Isolierung zu verbessern. |
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| 2) Bau der LED-Einheiten | ||||
Erst
wird der Innendurchmesser das Blitzrohres vermessen und, am besten mit
einem Dremel, entsprechend ein Kreis aus einer Leiterplatine ausgeschnitten.
Dann setzt man den Blitz in das Blitzrohr ein und mißt, wieviel
Platz ober- und unterhalb des Blitzes verbleibt. Entsprechend dieser
Maße werden die Ausschnitte aus der kreisförmigen Platine
vorgenommen. Jetzt wird getestet, wieviele LED´s man auf den jeweiligen
Ausschnitten anbringen kann. In meinem Fall konnte ich auf einer Seite
fünf 10 mm LED´s, die Laserdiode und vier 5 mm LED´s
unterbringen, auf der anderen Seite drei 10 mm LED´s und acht
5 mm LED´s. Die 10 mm LED´s habe ich von www.led1.de. Die 5mm LED´s stammen von einem Shop aus Hongkong, sie sind heller als die in Deutschland erhältlichen. Nehmt die hellsten LED´s die Ihr kriegen könnt, denkt aber auch daran, das Ihr einen gewissen Abstrahlwinkel braucht, um Euer Objektiv voll auszuleuchten. Das Lasermodul habe ich für ca. 15 Euro bei Ebay ersteigert. Das Modul enthält eine 10 mW Laserdiode. Ich habe das Lasermodul auf breitere Streuung gestellt, damit der Punkt auch durch den Sucher sichtbar ist. Achtung: Die Leistung der Laser-LED ist auf enger Fokussierung groß genug, um Augenverletzungen hervorzurufen! Als nächstes habe ich die Platinen mit Spiegelfolie (auch von Ebay) beklebt, um einen gewissen Reflektoreffekt zu erzielen. Die Spiegelfolie habe ich auch um den Kopf des Blitzes und auf das Innere der Blitzröhre geklebt. Jetzt werden die LED´s auf die Platinen gesteckt, verlötet und mit Vorwiderständen versehen. Die Berechnungsgrundlagen für die Vorwiderstände (Ohmsches Gesetz) findet ihr bei LED1. Das weitere Vorgehen erklären die Bilder. |
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Analog
zur obigen Beschreibung wird dann das zweite LED-Modul gebastelt. |
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| 3) Zusammenbau | ||||
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| 4) Meine Erfahrungen | ||||
Ich
habe mit dem Blitz inzwischen einige Nachttauchgänge sowohl im
Salzwasser wie auch in heimischen Seen durchgeführt. Die Lampe
ist hell genug, um überall genug Licht zu liefern. Sie ist natürlich
nicht so hell wie eine dicke Halogenlampe, ich brauche es aber beim
Nachttauchgang auch nicht taghell unter Wasser. Der Lichtkegel ist schön
breit gestreut. Also: Das Experiment war ein voller Erfolg, ich bin wirklich zufrieden. Meine große Lampe nehme ich schon gar nicht mehr mit in den Urlaub. Die Laser-LED ist in hellem Sonnenschein auf einem Sandgrund nicht sichtbar. Auf einem dunklen Untergrund und bis ca. 1,5 m Entfernung ist sie aber auch tagsüber zu sehen. Allerdings benutze ich sie kaum noch, da ich inzwischen den Blitz nur noch nach Augenmaß ausrichte. |
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